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24-07-2007 Umfrage & Statistik
Nicht alle Russen vertrauen der Staatsgewalt
Die Hälfte der Teilnehmer der jüngsten Meinungsumfrage in Russland vertraut weder der Staatsduma (Unterhaus des Parlaments) noch dem Föderationsrat (Oberhaus des Parlaments). Dafür sprechen die Ergebnisse dieser Meinungsumfrage, durchgeführt vom russischen Untersuchungszentrum WZIOM.



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Nur 33 Prozent der Umfrageteilnehmer vertrauen diesen Organen der gesetzgebenden Macht, 17 Prozent konnten keine genaue Antwort geben. Es wurde betont, dass den jeweiligen regionalen gesetzgebenden Versammlungen nur 44 Prozent der Interviewten nicht vertrauen. Ihnen vertrauen ebenfalls 33 Prozent der Bürger, 23 Prozent konnten diese Frage nicht beantworten.

Im Unterschied zur Legislative genießt die Gerichtsbarkeit bei den Bürgern ein höheres Ansehen: Den föderalen Gerichtsorganen vertrauen 49 Prozent der Umfrageteilnehmer. 31 Prozent der Bürger haben kein Vertrauen dazu, 20 Prozent konnten nicht antworten. Die Rayons- und Stadtgerichte genießen das Vertrauen von nur 34 Prozent der Interviewten. 45 Prozent der Russen vertrauen ihnen nicht. 21 Prozent konnten keine Antwort geben.

Nach Angaben von WZIOM vertrauen 45 der Bürger der Legislative und 41 Prozent vertrauen ihr nicht. 14 Prozent der Russen sind sich in dieser Frage nicht schlüssig. Ähnlich sieht es mit dem Vertrauen zur Gerichtsbarkeit aus (43 beziehungsweise 40 Prozent, 17 Prozent konnten nicht antworten).

Das höchste Ansehen genießt unter den Russen die Exekutive. Dem Staatspräsidenten, der Regierung und den regionalen Spitzenpolitikern vertrauen 64 Prozent der Bürger. 25 Prozent der Umfrageteilnehmer sind mit ihnen nicht einverstanden. 11 Prozent der Interviewten konnten keine Antwort geben.

Die Meinungsumfragen wurde am 26. und 27. Mai sowie am 30. Juni und 1. Juli in 153 russischen Ortschaften aus 46 Republiken, Regionen und Gebieten durchgeführt. An jeder Umfrage nahmen 1600 Menschen teil. Der statistische Fehler beträgt höchstens 3,4 Prozent. [ ria novosti ]