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25-08-2007 Umfrage & Statistik
Umfrage: Mehrheit der Russen wollen staatliche Subventionen für Arktis-Erschließung
Die absolute Mehrheit der Russen (69 Prozent) sind der Ansicht, dass die Arktis durch staatliche Finanzierung erschlossen werden muss. Das bezeugt eine Umfrage des russischen Meinungsforschungsinstituts WZIOM, die am Freitag veröffentlicht wurde.



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43 Prozent sind für eine maßvolle Finanzierung, 26 Prozent meinen, dass „in den Norden soviel wie nötig hineingesteckt werden muss“. 18 Prozent der Befragten würden die Staatsgelder für andere Dinge ausgeben.

Die Russen sind auch unterschiedlicher Meinung, was das Ziel der Forschungsexpedition „Arktis 2007“ anbelangt, bei der am 2. August dieses Jahres die Mini-U-Boote „Mir-1“ und „Mir-2“ am Nordpol eine einzigartige Tauchfahrt auf den Grund des Nördlichen Eismeeres unternommen haben. 32 Prozent glauben, dass diese Expedition wissenschaftliche Gründe hatte, 30 Prozent sind davon überzeugt, dass sie einen politischen Sinn hatte und 27 Prozent denken, dass sie für die Erschließung von Naturressourcen durchgeführt wurde.

44 Prozent meinen, dass Russland einen harten Kurs im Kampf für ihren Abschnitt der Arktis fahren muss, um sie in Folge wirtschaftlich nutzen zu können. Nur 16 Prozent wollen die Teilung der Arktis, bevorzugen sie jedoch in ferner Zukunft, falls mögliche Konflikte mit den Nachbarn auftreten sollte. 18 Prozent halten eine Teilung der Arktis für nicht nötig und wollen, dass sie als Territorium mit internationalem Status anerkannt wird. Die Erforschung und die Erschließung dieses Gebiets halten jedoch 70 Prozent der Befragten für wichtig. 15 Prozent sind da anderer Meinung.

Die Umfrage wurde am 18. und 19. August zur Beendigung der „Arktis 2007“ durchgeführt, die Artur Tschilingarow, Abgeordneter der Duma (Unterhaus des russischen Parlaments) leitete. Es wurden 1600 Personen in 46 Gebieten, Regionen und Republiken Russlands befragt.[ria novosti]