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03-06-2008 Umfrage & Statistik
Umfrage: Männer in Russland kümmern sich immer weniger um Erziehung ihrer Kinder
Die Rolle des Vaters bei der Kindererziehung in Russland hat an Bedeutung verloren. Das geht aus einer am Dienstag veröffentlichten Umfrage des russischen Meinungsforschungsinstituts (WZIOM) hervor. Wie es heißt, ist in jeder dritten Familie (33 Prozent) hauptsächlich die Mutter für die Kindererziehung zuständig und nur in zwei Prozent der Fälle der Vater. Ein Prozent der Befragten beauftragt damit einen Erzieher oder ein Kindermädchen.

In 41 Prozent der Familien ist die Kindererziehung Aufgabe beider Elternteile und bei 21 Prozent beteiligen sich auch die Großeltern daran.

Jeder zweite Russe (53 Prozent) sagt, dass sowohl sein Vater als auch seine Mutter gleichviel zu seiner Erziehung beigetragen haben. Jeder Dritte (34 Prozent) meint, dass seine Mutter die führende Rolle spielte und nur jeder Zehnte (neun Prozent) meint, hauptsächlich von seinem Vater erzogen worden zu sein. Drei Prozent wurden nicht von ihren Eltern erzogen.

Der Einfluss der Mutter auf die Erziehung ihrer Kinder ist in Moskau und in Sankt Petersburg besonders groß, wo ganze 40 Prozent der Interviewten diese Tatsache bestätigen und nur zwei Prozent die Rolle des Vaters für wichtiger halten.

Der Großteil der Befragten (72 Prozent) ist der Ansicht, dass beide Elternteile für die Kindererziehung zuständig sind und 13 Prozent sind der Ansicht, dass es auch Sache der Großeltern sei.

Nur sechs Prozent meinen, dafür sei ausschließlich die Mutter zuständig und drei Prozent sagen, dafür sei der Vater zuständig.

Fünf Prozent glauben, dass Familie und Schule für die Erziehung der heranwachsenden Generation zuständig sind. Ein Prozent würde professionelle Erzieher hinzuziehen.

Die Umfrage wurde am 24./25. Mai in 46 russischen Regionen durchgeführt. Es nahmen 1600 Menschen daran teil. RIA Novosti