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02-06-2005 Umfrage & Statistik
Nur vier Prozent glauben an eine haltlose Verurteilung Chodorkowskis
Vier Prozent der Landesbevölkerung meinen, dass der Ex-Chef von Yukos, Michail Chodorkowski, grundlos verurteilt wurde. Diese Angaben führte der stellvertretende Generaldirektor des Gesamtrussischen Zentrums zum Studium der öffentlichen Meinung (WZIOM), Dmitri Polikanow, in einer Direktsendung des Rundfunksenders Majak an.

26 Prozent der Befragten erklärten, dass sie das Urteil gegen Michail Chodorkowski angesichts seiner Straftaten durchaus für angemessen halten, während 11 Prozent den Richterspruch für ziemlich milde ansehen.
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Die Jukos Affäre – Nachrichten, Hintergründe, Chronik, Analysen im russland.RU Wirtschaftsteil – [ russlandintern ]


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8 Prozent der Respondenten zeigten sich überzeugt, dass es gute Gründe gab, den Ex-Chef von Yukos zur Verantwortung zu ziehen, doch sei das Strafmaß zu hart. Die Mehrheit der Russen indessen, und zwar 53 Prozent, haben in der Angelegenheit Chodorkowski keinen klaren Standpunkt. So erklärten 25 Prozent der Befragten, dass sie den Prozess gegen den Oligarchen nicht verfolgt hätten. Weitere 28 Prozent taten sich mit der Beantwortung der gestellten Fragen schwer.

Polikanow führt das darauf zurück, dass die meisten Landesbürger viel mehr unter irdischen Problemen leiden, solchen wie der Inflation, den Preiserhöhungen für kommunale Dienstleistungen und familiären Problemen. Aus diesem Grund interessierten sie sich nicht für die Vorgänge um den Prozess.

Polikanow teilte mit, dass die meisten Landesbewohner gemäß den vorangegangenen Erhebungen die Gleichheit vor dem Gesetz für die Hauptsache im demokratischen Prozess halten.

Außerdem ist "in Russland die Meinung sehr stark verbreitet, dass die Privatisierungen ungerecht verlaufen sind".

"Wie die Meinungsumfragen belegen, sind die meisten Russen geneigt, die Folgen der Affäre Yukos positiv zu beurteilen. Sie meinen, dass diese Angelegenheit zu einem der ersten Schritte auf dem Weg zur Wiederherstellung von Ordnung und Rechtmäßigkeit werden kann, besonders auf wirtschaftlichem Gebiet", erklärte der Soziologe. (RIA)