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01-10-2005 Usbekistan
Russland wird Waffenlieferungen an Usbekistan nicht einschränken
Für Russland bestehen keinerlei Einschränkungen für Waffenlieferungen an Usbekistan. Das erklärte der russische Verteidigungsminister Sergej Iwanow am Freitag in einer Stellungnahme zur jüngsten Entscheidung der Europäischen Union (EU), ab Montag ein Waffenembargo gegen diese zentralasiatische Republik zu verhängen.

"Unsere Beziehungen zu Usbekistan tendieren unentwegt zur Festigung in allen Sphären, darunter auch im militärtechnischen Bereich. Es gibt keinerlei Einschränkungen für Waffenlieferungen bis auf die allgemein anerkannten völkerrechtlichen Regeln und Normen", sagte Iwanow einem Journalistengespräch.

Die EU hatte beschlossen, das Waffenembargo gegen Usbekistan zu verhängen, weil die usbekischen Behörden eine internationale Untersuchung der Umstände und Ursachen des Blutbades von Andischan abgelehnt hatten.

Russland sei laut Iwanow gewillt, seine Beziehungen zu Usbekistan auch weiterhin zu entwickeln. Auf die Möglichkeit der Verhängung eines Waffenembargos gegen Usbekistan durch EU angesprochen, sagte Iwanow, Russland halte nichts von diesem Embargo.

Der Minister erinnerte daran, dass Russland die Entwicklung in Andischan als tragisch einschätzt. Die Position Russlands zu diesen Ereignissen unterscheide sich von der der westlichen Länder. "Russland schätzt die Ursachen für die Entwicklung in Andischan diametral entgegengesetzt im Vergleich zu Rechtsschutzorganisationen des Westens ein", sagte der russische Verteidigungsminister. (RIA)