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09-12-2005 Usbekistan
Präsident Karimow: Demokratieexport aussichtslos und gefährlich
Der usbekische Präsident Islam Karimow hält Versuche, Demokratie zu exportieren, für aussichtslos und gefährlich. Darüber sprach er am Donnerstag auf einer Festveranstaltung anlässlich des 13. Jahrestages der usbekischen Verfassung. "Man muss anerkennen, dass die Mehrheit der Staaten zum Erreichen der Demokratie, zur Schaffung ihrer Grundlagen Jahrzehnte und Jahrhunderte gebraucht haben. Einige Länder stehen erst am Anfang dieses Weges", sagte er.

Ein allgemeingültiges Demokratiemodell, das für alle Länder passen würde, gebe es nicht. "Alle Bemühungen, eine Demokratie von außen her zu etablieren ohne die Besonderheiten des jeweiligen Staates und des jeweiligen Volkes zu berücksichtigen, wie es seinerzeit mit dem Export des Kommunismus der Fall war, können nur zu verderblichen Folgen führen", zitierte die Pressestelle Präsident Karimow.



Das Oberhaupt der Republik versicherte, dass Usbekistan den Weg der demokratischen Entwicklung und des Aufbaus der Zivilgesellschaft endgültig gewählt und ihn in der Verfassung der Republik verankert hat.

"Dieser Weg stützt sich auf den allgemein anerkannten Grundsätzen der Demokratie und der Freiheit. Gleichzeitig gründet er sich auf den historischen, nationalen und religiösen Besonderheiten und Weltanschauungen unseres Volkes", betonte Karimow.

Er sagte ferner, dass Usbekistan dem Druck von außen nicht nachgeben und den gewählten Kurs nicht ändern wird.

Unsere Schritte zum Aufbau einer demokratischen Gesellschaft in Usbekistan sind nicht darauf gerichtet, irgend jemandem zu gefallen und erfolgen nicht um einer billigen Popularität willen, sondern sie sind auf die schrittweise Erreichung des Ziels, das vom Volk gewählt wurde und das unseren nationalen Interessen entspricht, gerichtet, sagte Präsident Karimow. (RIA)