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14-05-2005 Usbekistan
Kämpfe in Usbekistan gehen weiter - Russland verurteilt Aufstand von "Extremisten"
Nach Angaben eines Arztes sind in der usbekischen Stadt Andischan mehr als 50 Menschen ums Leben gekommen. Fast 100 Menschen seien verletzt, sagte der Arzt der Nachrichtenagentur AFP am Samstagmorgen.

Es soll sich bei den Rebellen um Bewaffnete handeln, die Häftlinge aus einem Gefängnis in der Stadt befreiten.

Die Kämpfe zwischen den Regierungstruppen und den Aufständischen flammten am Samstagmorgen wieder auf. Das Militär schoss mit Granaten von Panzerfahrzeugen und feuerte mit Maschinengewehren auf die Aufständischen, wie ein AFP-Reporter berichtete.

USA und Großbritannien rufen zu Zurückhaltung in Usbekistan auf

Die USA und Großbritannien haben die Konfliktparteien in Usbekistan zur Ruhe aufgerufen. Die US-Regierung fordere die usbekische Staatsführung und die Demonstranten zur Zurückhaltung auf, sagte der Sprecher von US-Präsident George W. Bush, Scott McClellan am Freitag. Die Menschen in Usbekistan wollten eine demokratischere Regierung, aber der Wandel müsse friedlich vollzogen werden und nicht durch Gewalt.

Der britische Botschafter in Usbekistan, David Moran, rief die Streitparteien auf, weiteres Blutvergießen zu vermeiden. Die britische Regierung bedauere den "Ausbruch der Gewalt" und hoffe, dass beide Seiten alles in ihrer Macht Stehende täten, um die Lage zu entschärfen und die Gewalt zu beenden.

Russland verurteilt Aufstand von "Extremisten"

Russland verurteilte den Aufstand von "Extremisten" in der ehemaligen Sowjetrepublik. Die Aufständischen hätten "nicht verfassungsgemäße Methoden" angewandt, die zum Tod von Menschen geführt hätten, sagte Außenamtssprecher Alexander Jakowenko. Die russische Regierung unterstütze die usbekische Führung in "diesem schwierigen Moment".

bei russland.RU
Schwerpunkt – Usbekistan
Usbekische Sicherheitskräfte hatten am Freitag einen Aufstand in der Stadt Andidschan nahe der Grenze zu Kirgisien blutig niedergeschlagen. Nach Regierungsangaben war das von Aufständischen eingenommene Gebäude der Regionalverwaltung am Abend wieder unter Kontrolle der Behörden. Mindestens zehn Menschen wurden getötet, doch angesichts der zunächst weiter andauernden Schießereien wurde mit einer höheren Opferzahl gerechnet. Gerüchten zufolge wurden bis zu 50 Menschen getötet und hunderte verletzt. Der Aufstand entzündete sich offenbar an einem Prozess gegen 23 Männer, denen Zugehörigkeit zu einer islamistischen Gruppierung vorgeworfen wird. [ afp / russland.RU – die Internet - Zeitung ]