russland.RU berichtet in Wort und Bild aus Russland und über Russland. Ungebunden, unabhängig und überparteilich. Ohne Vorurteile und Stereotypen versucht russland.RU Hintergründe und Informationen zu liefern um Russland, die Russen und das Leben in Russland verständlicher zu machen. Da wo die großen Verlage und Medienanstalten aufhören fängt russland.RU an.



16-05-2005 Usbekistan
Kirgisische Grenzer ließen usbekische Flüchtlinge nicht nach Kirgisien
Kirgisische Grenzer unterbanden den Versuch eines ungesetzlichen Grenzübertritts durch 150 usbekische Bürger, teilte der Sprecher des Grenzdienstes Kirgisiens mit.

Flüchtlinge versuchten, in der vergangenen Nacht bei der usbekischen Ortschaft Aim in kirgisisches Territorium einzudringen. Momentan wird die Grenzwache in diesem Raum verstärkt.

Ein Strom von Flüchtlingen aus Usbekistan entstand nach Unruhen in der usbekischen Stadt Andischan, wo in der Nacht zum 13. Mai die bewaffnete Einnahme des Gefängnisses und einer Reihe von Regierungsgebäuden erfolgte. Später zogen Truppenteile in die Stadt ein, erstürmten die besetzten Gebäude und befreiten sie vollständig.

An einem anderen Abschnitt der kirgisisch-usbekischen Grenze im Raum der Stadt Kara-Suu stellte Kirgisien zusätzliche zeitweilige Grenzkontrollposten auf. Zur Zeit wird die Situation in diesem Raum von kirgisischen Grenzern kontrolliert, wurde am Montag im Grenzdienst mitgeteilt.

Die Stadt Kara-Suu liegt an der Grenze zwischen Usbekistan und Kirgisien, die unmittelbar durch die Stadt am Fluss Schachrichansai verläuft.

Nachdem usbekische Flüchtlinge die Übergangsbrücke nach Kirgisien wiederaufgebaut hatten, wurde dort in Vereinbarung der Behörden beider Länder ein Grenzübergangspunkt eingerichtet.

Wie der Chef der kirgisischen Miliz sagte, kontrollieren die Grenzer streng die Flüchtlingspässe. Im Raum gibt es einen Filtrationspunkt für die offiziell registrierten Flüchtlinge aus Usbekistan.

Insgesamt befinden sich in Kirgisien mehr als 600 Flüchtlinge aus Usbekistan, darunter 16 Kinder und etwa 100 Frauen.

Am Montag übergab die Vizepremierministerin Kirgisiens, Ischenkul Boldschurowa, den Flüchtlingen Hilfsgüter wie Zelte, warme Decken und Lebensmittel. (RIA)