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18-05-2005 Usbekistan
Kirgisien öffnete Grenze zu Usbekistan in der Nähe von Kara-Suu
Kirgisien hat am Mittwochmorgen einen Übergang an der Grenze zu Usbekistan im Raum der Stadt Kara-Suu geöffnet. Wie RIA Nowosti von Augenzeugen vor Ort erfuhr, bewegen sich die Ortsbewohner gegenwärtig frei über die Grenze.

Usbekistans Bürger werden nach Kirgisien gelassen, wenn sie in ihren Pässen einen Vermerk über die Anmeldung im usbekischen Gebiet Andischan vorweisen können.

Auf der usbekischen Seite, in der Stadt Karasu, hatte am Mittwochmorgen eine Massenkundgebung stattgefunden, deren Teilnehmer die Öffnung der Grenze forderten. Die kirgisischen Behörden hatten die Grenze am frühen Mittwochmorgen gesperrt, weil Usbekistan keinen Grenzposten auf seiner Seite aufgestellt hatte.

Am Vortag hatten kirgisische und usbekische Behörden vereinbart, dass die Grenzkontrolle im Raum der Stadt Kara-Suu von der usbekischen Seite um sechs Uhr morgens wiederhergestellt werde. Obgleich dies bis jetzt nicht geschehen ist, öffnete Kirgisien die Grenze auf seinem Abschnitt dennoch.

Der Grenzübergang erfolgt über eine Fußgängerbrücke, die von Teilnehmern der Protestaktion am 14. Mai in Karasu errichtet wurde.

Die usbekische Stadt Karasu (ehem. Iljitschowsk) liegt an der Grenze zu Kirgisien und ist einige Dutzend Kilometer von Andischan entfernt. Nach dem UdSSR-Zerfall wurde die Stadt in zwei aufgeteilt: Der kirgisische Teil heißt Kara-Suu und der usbekische Karasu.

Auf Anweisung der kirgisischen Behörden war die kirgisisch-usbekische Grenze am 13. Mai auf der gesamten Länge wegen der Massenunruhen im usbekischen Gebiet geschlossen worden. Ähnliche Schritte unternahmen auch die usbekischen Behörden.

Trotz dieser Maßnahmen konnten mehr als 500 usbekische Flüchtlinge ins kirgisische Gebiet Dschalal-Abad durchdringen, wo sie jetzt in einem provisorischen Zeltlager untergebracht sind. (RIA)