Washington unterstützt Kiews militärische Absichten

Panzerabwehr_US_M47_Dragon bild CC0

Washington ermuntert Kiew dazu, ein Blutbad im Donbass zu begehen. Und das sei Beihilfe zum Mord, sagte die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, am Donnerstag auf einer Pressekonferenz.

„Indem sie den Kiewer Behörden Waffen zur Verfügung stellen, drängen die USA sie praktisch dazu, das Massenblutvergießen im Donbass wieder aufzunehmen, obwohl die Region schon jetzt wegen des ständigen Beschusses durch die von Kiew kontrollierten Truppen am Rande einer Katastrophe steht. Washington wird bald ein Symbol für die Ermordung von Menschen sein, die sich erhoben, um gegen durch einen Staatsstreich an die Macht gekommene Nationalisten zu kämpfen, und die das Recht, ihre Muttersprache zu sprechen sowie ihre Wertvorstellungen schützen wollen.“

„Natürlich wird die Geschichte alles an ihren Platz bringen, aber wir möchten, dass es jetzt und nicht erst viele Jahre später geschieht, weil wir damit viele Leben retten würden“, betonte sie.

Das US-Außenministerium hatte zuvor eine Exportlizenz genehmigt, mit der die Ukraine tödliche Waffen – das heißt nicht nur zur Verteidigung, sondern auch zum Angriff taugliche – von amerikanischen Herstellern zu kaufen darf. „Das Außenministerium hat den kommerziellen Export einer begrenzten Anzahl von Kleinwaffen und leichten Waffen von US-Herstellern in die Ukraine genehmigt“, sagte ein Beamter des Außenministeriums gegenüber TASS.

Die Washington Post meldete: „Die Trump-Regierung hat den ersten kommerziellen Verkauf von tödlichen Abwehrwaffen durch die USA an die Ukraine gebilligt. Eine klare Abkehr vom De-facto-Verbot von Waffenverkäufen, das auf die Obama-Regierung zurückgeht.“

„Regierungsbeamte bestätigten, dass das US-Außenministerium diesen Monat eine kommerzielle Lizenz genehmigte, die den Export von Scharfschützen-Systemen des Modells M107A1, Munition und damit verbundenen Teilen und Zubehör in die Ukraine im Wert von 41,5 Millionen US-Dollar genehmigte“, schrieb die Zeitung. „Wir haben damit den Rubikon überschritten. Das sind tödliche Waffen, und ich sage voraus, dass mehr kommen wird“, sagte ein leitender Kongressabgeordneter, den die Washington Post zitiert.

[hnw/russland.NEWS]

Über den Autor

Hanns-Martin Wietek
Arbeitet als freier Publizist für russische Literatur und Geschichte für verschiedene Medien. Literaturkritiker für buechervielfrass.de und russland.RU. Seit 2003 bei russland.RU zuständig für Kunst und Kultur und stellt russische Künstler vor.