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08-04-2005 Weissrussland
Lukaschenko wertet sein jüngstes Treffen mit Putin als besonders ergebnisreich
Die Verhandlungen mit dem Präsidenten Russlands, Wladimir Putin, "sind in einem sehr freundlichen Ton, ohne gegenseitige Vorwürfe, positiv verlaufen". Das sagte der Präsident Weißrusslands, Alexander Lukaschenko, am Freitag zu den Ergebnissen seines Treffens mit Putin am 4. April in Sotschi.

"Das war eines der ergebnisreichsten Treffen, und es entsprach den Hauptaufgaben unserer Integration", betonte Lukaschenko.

Laut dem Präsidenten "war bei der Vorbereitung des Treffens die richtige Konzeption gefunden worden", was auch den Erfolg der Verhandlungen in einem bedeutenden Maße vorbestimmt habe.

Der weißrussische Staatschef hob die ökonomische Komponente der Verhandlungen besonders hervor. "Weißrussland steht an zweiter Stelle im Warenumsatz der Russischen Föderation, wir halten faktisch mit Deutschland Schritt. Der Umfang des beiderseitigen Handels ist im vergangenen Jahr um mehr als 40 Prozent gestiegen und hat somit 17 Milliarden US-Dollar überschritten", sagte der weißrussische Präsident.

Laut Lukaschenko nimmt Moskau einen besonderen Platz in den wirtschaftlichen Beziehungen zwischen beiden Ländern ein. Und Moskaus Oberbürgermeister Juri Luschkow habe alle notwendigen Bedingungen für die Entwicklung des beiderseits vorteilhaften Handels geschaffen, so der weißrussische Staatschef.

Als eines der Hauptergebnisse des Treffens in Sotschi bezeichnete Alexander Lukaschenko die Vereinbarung über die Erhaltung der Erdgastarife für Weißrussland im Jahr 2006 auf dem Niveau von 2005. "Unsere Republik wird ihrerseits höchst annehmbare Bedingungen für die weitere Entwicklung und die Erweiterung des Umfangs des Transports von russischem Erdgas über weißrussisches Territorium schaffen", sagte Lukaschenko.

Der Staatschef fügte hinzu, dass "die weißrussische Seite bereit ist, dem Unternehmen ‚Gasprom' die notwendigen Präferenzen für die Entwicklung der Gastransport-Infrastruktur auf dem Territorium der Republik zu gewähren". Dies werde offenbar beiderseitigen Nutzen - sowohl für die russischen Bürger als auch für die Weißrussen - bringen, so Lukaschenko.

Die weißrussische Regierung sei bereit, mit "Gasprom" in der Frage der Verlegung des zweiten Stranges der Gaspipeline Jamal-Europa zusammenzuarbeiten, sagte Lukaschenko. (RIA)