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29-04-2005 Weissrussland
Botschafter in Moskau: Nicht genehmigte Meetings in Minsk finanziert der Westen
Der Botschafter Weißrusslands in Russland, Wladimir Grigorjew, ist überzeugt, dass die nicht genehmigten Meetings, welche jüngst in Minsk und in Moskau über die Bühne gingen, vom Westen finanziert wurden.

„Natürlich", sagte er am Freitag gegenüber Journalisten auf die Frage, ob die Aktionen vom Westen bezahlt werden.

„Das war eine Provokation, um zu testen, wie die Behörden reagieren. Und die Behörden reagierten, wie sie es müssen", fügte der Botschafter hinzu.

Er unterstrich, dass es in Weißrussland keine „Cytrus-Revolution" geben wird. Dafür sind ihm zufolge im Land keine Voraussetzungen gegeben.

„Wir klären die Situation selbst. Wir wissen, was zu tun ist", sagte er.

Der weißrussische Diplomat führte aus, dass die meisten der bei den nicht genehmigten Meetings am 26. April in Minsk Inhaftierten Ausländer waren: Unter den 30 Rechtsverletzern waren 14 russische und 5 ukrainische Bürger.

Grigorjew stellte fest, dass Weißrussland bei der Festnahme der Teilnehmer am Meeting nicht widerrechtlich gehandelt hat.

„Wir verließen nicht den Boden des Rechtes, sondern verfuhren sogar liberal mit den Teilnehmern der Aktion", sagte er.

Es ist vollauf möglich, dass sich Grigorjews Äußerungen auch auf das nicht genehmigte Meeting beziehen, das am Donnerstag vor der Botschaft Weißrusslands in Moskau organisiert worden war. Die Milizionäre nahmen wegen der Teilnahme daran einen der Spitzenpolitiker der Partei Jabloko, Sergej Mitrochin, und drei weitere Protestler fest. Gegen sie wurden wegen Verstoß gegen das Versammlungsrecht Ordnungsstrafverfahren eingeleitet. Die Unterlagen gingen dem Basmannyj-Gericht zur Verhandlung zu. (RIA)