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04-11-2005 Weissrussland
Lukaschenko: Deutschland und Schweden waren Vorbild beim Aufbau der sozial orientierten Wirtschaft in Weißrussland
Beim Aufbau der sozial orientierten Wirtschaft hat Weißrussland sich an Deutschland und Schweden ein Beispiel genommen. Das erklärte der weißrussische Präsident Alexander Lukaschenko am Donnerstag bei der Entgegennahme der Beglaubigungsschreiben des Botschafters Schwedens in Russland und (nebenamtlich) Weißrussland, Johan Molander, in Minsk.

"Noch als angehender Präsident habe ich mir in der Politik das Ziel gesetzt, eine sozial orientierte Wirtschaft aufzubauen, und auch die Länder genannt, die für uns in dieser Hinsicht ein Beispiel wären - das technologische Deutschland und das sozial orientierte Schweden", zitierte der Pressedienst des weißrussischen Staatschefs seine Worte. "Wenn wir etwas falsch machen, so sind nicht wir daran schuld, sondern Sie, weil wir von Ihnen gelernt haben."

Außerdem wolle Weißrussland auf dem Gebiet der Energieeinsparung, der Energiewirtschaft und der Einstellung auf die erneuerbaren Ressourcen die schwedischen Erfahrungen übernehmen, sagte Lukaschenko.

"Was die Grundlage der Gesellschaft anbelangt, die auf die traditionellen gesamtmenschlichen Prinzipien eingestellt ist, so haben wir nicht weniger davon als in Schweden", hieß es.

"Wenn wir irgendwo zu hart vorgehen, so sollten Sie Verständnis dafür haben und als Menschen mit Jahrhunderte langen Erfahrungen uns Ratschläge geben."

Heute sei für Weißrussland Stabilität überaus wichtig, betonte Lukaschenko. "Wichtig ist, die erfolgreichen Tendenzen in der Wirtschaft zu festigen. Dazu brauchen wir Stabilität und Ordnung."

"Ich danke für die ausgewogene Politik Schwedens und die Position, die Sie in Europa gegenüber Weißrussland vertreten", erklärte Weißrusslands Staatsoberhaupt. "Das Wichtigste besteht darin, dass wir einen Dialog zwischen den Staaten führen, Probleme erörtern und entsprechende Schlüsse daraus ziehen. Wir sollten keinesfalls einen Vorhang zwischen unseren beiden Staaten aufhängen, weil dies nicht zu normalen Beziehungen führen würde." (RIA)