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13-12-2005 Weissrussland
Aktiva des weißrussischen Energiekonzerns Beltransgas werden in Gasprom-Verhandlungen bestimmt
Die Aktiva des weißrussischen Energiekonzerns Beltransgas können erst bei Verhandlungen mit dem größten russischen Gasproduzenten Gasprom genau bestimmt werden. Diese Ansicht vertrat Weißrusslands Wirtschaftsminister Nikolai Saitschenko am Montag in Minsk. Gespräche mit Gasprom über ein Joint Venture seien wieder aufgenommen worden, sagte er.

Die Verhandlungen über die Gründung eines gemeinsamen Gastransportunternehmens waren festgefahren, weil sich die Seiten nicht auf einen unabhängigen Prüfer einigen konnten, der die Aktiva von Beltransgas einschätzen würde. Die Gespräche mussten für fast ein Jahr abgebrochen werden.

Minsk betrachtete einen von Gasprom vorgeschlagenen Preis als zu niedrig, während Moskau den weißrussischen Preis für zu hoch hielt. Daher beschlossen die Seiten, einen unabhängigen Wirtschaftsprüfer zu berufen.

Gegenwärtig versucht die weißrussische Regierung, 0,103 Prozent des Grundkapitals von Beltransgas zurück zu erhalten. Dieses Aktienpaket hatte die Beltransgas-Belegschaft bei der vergünstigten Privatisierung gekauft.

Die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens auf der Basis von Beltransgas unter Beteiligung von Gasprom war im April 2002 in einem russisch-weißrussischen Regierungsabkommen vorgesehen.

In der Vorwoche hatte Gasprom-Vorstandschef Alexej Miller mitgeteilt, ein erfolgreicher Abschluss der Verhandlungen würde bedeuten, dass Gasprom die Kontrolle über das Gastransportsystem Weißrusslands übernehmen werde. (RIA)