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21-10-2004 Weissrussland
Minsk beschuldigt russisches Fernsehen der Voreingenommenheit bei Bericht über die Ereignisse vom 19. Oktober
Das weißrussische Außenministerium beschuldigte die russischen Fernsehsender einer äußerst unfreundlichen und tendenziösen Berichterstattung über die Ereignisse in Weißrussland. Das sagte am Donnerstag Andrej Sawinych, Pressesprecher des weißrussischen Außenministeriums.

Laut Sawinych werden die Berichte von unobjektiven und für die weißrussische Seite beleidigenden Kommentaren der Moskauer Journalisten über die Ereignisse in Minsk nach dem Referendum begleitet.

"Die gezeigten Materialien haben einen unverhüllt skandalösen und provozierenden Charakter", so Sawinych.

Er berichtete, dass das weißrussische Außenministerium eine Note des russischen außenpolitischen Ressorts mit dem Vorschlag erhielt, die Situation im Zusammenhang mit den russischen Journalisten zu klären, die während der Protestaktion am 19. Oktober von der weißrussischen Polizei verprügelt worden sind. "Wir haben das weißrussische Innenministerium um alle möglichen Erörterungen zu dieser Frage gebeten, und die Situation mit der Polizei wird sorgfältig analysiert werden", bemerkte Sawinych.

Danach werden die Dokumente laut Sawinych an das russische Außenministerium weitergeleitet werden.

Am Vortag wandte sich das russische Außenministerium im Zusammenhang mit dem Vorfall mit den Journalisten der russischen Fernsehsender NTW und REN-TV mit einer offiziellen Anfrage an die weißrussischen Behörden. "Die russische Seite erwartet eine genaue Untersuchung und ausführliche Informationen über das, was geschehen ist", so das russische Außenministerium. In der Mitteilung des Departements für Information und Presse des Außenministeriums wird auch mit Bedauern festgestellt, dass "das in der letzten Zeit nicht der erste Fall solcher Handlungen gegenüber russischen Korrespondenten in Minsk" sei.

Nach einigen Angaben wurden einige Journalisten der russischen Fernsehsender NTW und REN-TV sowie ein Korrespondent des Radiosenders "Radio Liberty" zu Opfern der Unruhen bei der Auflösung der oppositionellen Demonstration am 19. Oktober in Minsk. (RIA)