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30-12-2006 Weissrussland
Russland und Weißrussland nehmen Gasverhandlungen wieder auf
Ohne Anzeichen für eine Einigung im Gasstreit in letzter Minute haben Russland und Weißrussland ihre Verhandlungen am Samstag wieder aufgenommen. Die Gespräche hätten wieder begonnen, erklärte der Sprecher des staatlichen russischen Gaskonzerns Gazprom, Sergej Kuprijanow, am Samstag in Moskau.





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Er habe zwar die Hoffnung auf einen Durchbruch, fügte Kuprijanow hinzu. So lange aber der wichtigste Verhandlungsführer der weißrussischen Seite, Vize-Regierungschef Wladimir Semaschko, nicht an den Gesprächen teilnehme, seien Fortschritte kaum möglich. Aus Minsk gab es zunächst keine Angaben über Semaschkos Pläne.

Am Vorabend waren die Verhandlungen abgebrochen worden, ohne dass es Fortschritte gegeben hatte.

Der bisherige Gasvertrag zwischen Russland und Weißrussland läuft am 31. Dezember ab. Der neue Vertrag wurde bis jetzt nicht abgeschlossen, weil Weißrussland den neuen Lieferpreis (105 US-Dollar je tausend Kubikmeter) nicht akzeptiert. Gazprom kündigte an, die Lieferungen um 10 Uhr am Montag einzustellen, sollte bis dahin kein neuer Vertrag abgeschlossen werden.

Weißrussland droht im Gegenzug, russisches Erdgas nicht mehr durch seine Pipelines nach Deutschland, Polen und Lettland zu leiten. Rund 20 Prozent der russischen Lieferungen für Westeuropa fließen über weißrussische Leitungen.

Die Bundesregierung hatte am Freitag betont, sie sehe keine unmittelbaren Auswirkungen des Gasstreites auf Deutschland. Die Preise für russisches Erdgas seien durch die Ölpreisbindung festgelegt, sagte eine Sprecherin des Bundeswirtschaftsministeriums. Zudem seien die Speicher bei allen Energieversorgern wegen des warmen Wetters gut gefüllt. Die Menge reiche rechnerisch für ein Jahr, um mögliche Ausfälle russischer Gaslieferungen über weißrussische Pipelines auszugleichen. [ RIA Novosti  /afp / russland.RU ]