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12-01-2007 Weissrussland
Energiestreit mit Minsk - Premiers Fradkow und Sidorski wollen aus der Sackgasse
Die Verhandlungen zwischen dem russischen Premierminister Michail Fradkow und seinem weißrussischen Amtskollegen Sergej Sidorski werden am Freitag fortgesetzt. Wie der Pressedienst der russischen Regierung mitteilte, wurde am Donnerstagabend in den Verhandlungen eine Pause bis zum nächsten Tag eingelegt.

Am Donnerstag verliefen die zehnstündigen Verhandlungen zunächst im russischen Wirtschaftsministerium und anschließend im Regierungsgebäude der Russischen Föderation.

Der russische Premierminister erklärte zu Verhandlungsbeginn, dass beide Seiten eine ausgewogene Lösung von Problemen finden müssten, die mit den Erdöllieferungen an Minsk und der Sicherung des russischen Erdöltransits durch Weißrussland zusammenhängen.

Wie Fradkow sagte, ist Russland bereit, die Verhandlungen dahingehend fortzusetzen und konkrete Varianten ihrer Lösung vorzuschlagen. Der Verhandlungsprozess verlaufe jedoch nicht einfach.

Am Mittwoch besprachen die Präsidenten von Russland und Weißrussland telefonisch die Probleme des russischen Erdöltransits durch Weißrussland. Während des Gesprächs seien auch die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern, darunter in Energiewirtschaft, erörtert worden, teilte der Kreml-Pressedienst mit.

Der Pressedienst des weißrussischen Präsidenten informierte über das Telefongespräch zwischen Putin und Lukaschenko und teilte mit, dass ein Kompromiss gefunden wurde, der es ermöglichen werde, die entstandene Situation aus der Sackgasse zu holen, was vor allem den russischen Erdöltransit nach Europa durch Weißrussland betreffe.

Am 1. Januar 2007 führte Weißrussland einen Zoll für den russischen Erdöltransit nach Europa ein, was zum Lieferstopp durch die Ölpipeline Druschba an Polen, Deutschland und die Slowakei führte.

Die weißrussische Regierung hob am 10. Januar den Zoll auf, und am 11. Januar wurden die Erdöllieferungen durch die Pipeline wieder in vollem Umfang aufgenommen.

Der Premierminister von Weißrussland, Sergej Sidorski, der am Donnerstag nach Moskau kam, rechnet damit, dass während der Verhandlungen auch Fragen über die Beendigung von Beschränkungen im gegenseitigen Handel und der Schaffung von günstigen Bedingungen für die Wirtschaft beider Länder besprochen werden können. [ RIA Novosti  / russland.RU - die Internet-Zeitung ]