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23-12-2008 Weissrussland
Russland und Weißrussland haben Gaslieferungen vereinbart
Die Präsidenten Russlands und Weißrusslands, Dmitri Medwedew und Alexander Lukaschenko, haben die Prinzipien der russischen Gaslieferungen nach Weißrussland im Jahr 2009 vereinbart, so die Sprecherin Medwedews, Natalja Timakowa.



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In der vorigen Woche hatte das russische Energieministerium mit der weißrussischen Seite ein Abkommen unterzeichnet, laut dem Russland im nächsten Jahr 22,1 Milliarden Kubikmeter Gas nach Weißrussland exportieren wird. Außerdem bestätigten damals Gazprom-Chef Alexej Miller Weißrusslands Erster Vizepremier Wladimir Semaschko die Anhänglichkeit der beiden Seiten an den am 31. Dezember 2006 geschlossenen Vertrag über Gaslieferungen und –transit in den Jahren 2007-2011.

Gazproms offizieller Sprecher Sergej Kuprijanow erläuterte seinerseits, dass der Gaspreis für Weißrussland 80 Prozent vom Durchschnittspreis für europäische Verbraucher minus Transportausgaben und Exportgebühr ausmache. Im Laufe eines Jahres bleibe der Preis konstant. "Der entstehende Preis ist im Vergleich zu den Preisen für unsere europäischen Partner durchaus adäquat", stellte Kuprijanow fest.

Laut dem erwähnten Vertrag zwischen Gazprom und Beltransgas beläuft sich der Gaspreis für Weißrussland in den Jahren 2008-2010 auf jeweils 67, 80 und 90 Prozent vom Preis für europäische Verbraucher. Ab 2011 wird es den vollen Preis zahlen.

Im Mai 2007 wurde zwischen Gazprom und dem weißrussischen Staatlichen Eigentumskomitees ein Vertrag über den Kauf von 50 Prozent der Beltransgas-Aktien im Laufe von vier Jahren für 2,5 Milliarden Dollar geschlossen. Zurzeit gehören dem russischen Energiegiganten 25 Prozent der Aktien. 2010 soll das Geschäft endgültig vollzogen werden.

Minsk bekommt Rubelkredit

Im Gegenzug zur Umstellung auf Rubel-Verrechnungen im bilateralen Handel bittet die Regierung in Minsk den Kreml um einen Kredit in Höhe von 100 Milliarden Rubel (rund 2,5 Milliarden Euro), teilte das russische Finanzministerium mit. Ein entsprechendes Schreiben aus Weißrussland sei bereits eingegangen, sagte Vizefinanzminister Dmitri Pankin am Montag vor Journalisten.

Wie die Zeitung „Kommersant“ in ihrer Montagausgabe vermutete, ist diese Bitte darauf zurückzuführen, dass Weißrusslands Gespräche mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) über einen Kredit gescheitert sind. Zuvor hatte der Kreml Weißrussland zwei Milliarden US-Dollar als Kredit bereits zugesichert. [ russland.RU ]