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17-04-2013 Weissrussland
Lukaschenko kritisierte Arbeit von weißrussischen Energiewirtschaftlern



Minsk – Der weißrussische Präsident Alexander Lukaschenko ist mit der Arbeit seiner weißrussischen Energiewirtschaftler nicht zufrieden. Er ist der Auffassung, sie hätten einen Staat im Staate, eine "gewisse unabhängige Organisation mit Mafia- und Bandenelementen" gebildet.

Während der Beratung über die weißrussische Energiewirtschaft betonte Lukaschenko, dass diese eine der wichtigsten Wirtschaftszweige ist, doch gibt es hier zur Zeit viele Probleme. Unter anderem, so Lukaschenko, werden die Investitionsprojekte in der Energiewirtschaft sehr schlecht realisiert. "Es gibt viele unfertige Beschlüsse, es werden Preise für Projektarbeiten überhöht, es werden Verträge mit potenziellen Pleitegeiern geschlossen sowie Anlagen von schlechter Qualität gekauft. Im Endresultat können wir die prognostizierten Kennziffern nicht erreichen", sagte Lukaschenko.

In diesem Zusammenhang fragte Lukaschenko nach den großen Geldmitteln, die in die Energiewirtschaft investiert wurden. Er verwies darauf, dass die Betriebe des Ministeriums für Energiewirtschaft in den letzten sechs Jahren Kapitaleinlagen in Höhe von sieben Milliarden US-Dollar verarbeitet haben. "Einerseits ist das gut, doch andererseits, mit Rücksicht auf die Art und Weise, wie diese Geldmittel verwendet wurden, ist das nicht gut".

Er ist der Auffassung, dass die Situation mit staatlichen Käufen in dieser Branche bis heute nicht in Ordnung ist. "Ausgerechnet hier gibt es des öfteren Diebstahls, Korruption und Hemdsärmeligkeit", betonte Lukaschenko. Das Ministerium für Energiewirtschaft, so Lukaschenko, genießt eine Reihe von Vorzügen und trägt dabei aber keine Verantwortung für das nicht Erfüllen von gestellten Aufgaben.

Der Präsident stellte ebenfalls Ineffizienz beim Stromexport fest. Bei einem Leistungsüberschuss wurde der Stromexport im vorigen Jahr verdoppelt, doch deckte der Exportpreis nicht einmal die Aufwendungen innerhalb des Landes, sagte Lukaschenko.

[russland.RU]
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