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02-05-2013 Weissrussland
Wissenswertes und offene Worte aus Weißrussland


Minsk – In Weißrussland ist die fünfte Tranche des Stabilisierungskredits des Anti-Krisen-Fonds der Eurasischen Wirtschaftsgemeinschaft (EAWG) in einem Wert von 440 Millionen US-Dollar angekommen.

"Die Mittel der fünften Tranche des Anti-Krisen-Fonds der EAWG gingen in einer Höhe von 440 Millionen US-Dollar ein und wurden dem Konto des Ministeriums für Finanzen bei der Nationalen Bank gutgeschrieben", teilte man am Dienstag in der Nationalen Bank mit. Im diesem Jahr rechnet das Land mit einer weiteren, der sechsten Tranche in einem Wert von 440 Millionen US-Dollar.

Präsident Lukaschenko hat keinen Zweifel an der Zweckmäßigkeit eines Kernkraftwerks auf dem Territorium der Republik. Das erklärte er bei einem Treffen mit Studenten der Weißrussischen Staatlichen Technischen Agrar-Universität in Minsk.

"Ein Konkurrenzkampf ist ausgebrochen, und man versucht, unsere fünfte Kolonne anzuspornen, gegen den Bau unseres Kernkraftwerks zu kämpfen. … Unser Atomkraftwerk und das russische Atomkraftwerk in Kaliningrad stören die EU und das Baltikum sehr. Sie haben die Gelegenheit versäumt, ein eigenes Kernkraftwerk zu bauen. Für uns sind sie überhaupt keine Konkurrenz, sie werden sich gezwungen sehen, unseren und russischen Strom zu kaufen", bemerkte Lukaschenko.

Er wies darauf hin, dass die EU heute Energie im Übermaß produziert, diese Energie aber teuer ist. Durch das erste weißrussischen AKW wird die Republik rund fünf Milliarden Kubikmeter Erdgas sparen und Strom exportieren, prognostizierte Lukaschenko und betonte: "Wir bauen nicht für den Stromexport, wir wollen vor allem unsere Bevölkerung und Industrie zu normalen Preisen mit Strom versorgen. … Wenn Weißrussland die finanziellen Möglichkeiten hätte, würde ich gerne ein zweites Kernkraftwerk bauen lassen. Heute haben wir aber keinen Generalauftragnehmer, kein Geld und kein Land, das uns einen Baukredit gewähren könnte".

Lukaschenko hat am Dienstag mit Genugtuung festgestellt, dass sein Land die eigene Versorgung mit Lebensmitteln aus eigenen Kräften gewährleistet, und sogar circa die Hälfte der auf weißrussischem Territorium erzeugten Produkte exportiert. Bei dem Treffen mit Studenten und Dozenten der Weißrussischen Staatlichen Technischen Agrar-Universität in Minsk:

"Wir haben unsere Agrarwirtschaft vor die Aufgabe gestellt, die Landwirtschaftsproduktion wieder aufleben zu lassen, die zu Sowjetzeiten erzielten Ergebnisse deutlich zu übertreffen und somit die Versorgungssicherheit unseres Landes zu gewährleisten. Die Erfüllung dieser Aufgabe kostete viel Mühe, wir mussten alle inneren Ressourcen mobilisieren, um alle damit verbundenen Schwierigkeiten zu bewältigen. … Damals erkannten wir, dass die Empfehlungen ausländischer und einheimischer Experten, ausländische Güter zu kaufen, statt unserer Landwirtschaft zu fördern, absurd waren. Die Abhängigkeit von importierten Lebensmitteln bedeutet eine ausweglose Sackgasse. Deshalb unterstützen wir unseren Landwirtschaftssektor".

Lukaschenko erinnerte daran, dass der Export der Landwirtschaftsprodukte aus Weißrussland im vergangenen Jahr mehr als fünf Milliarden US-Dollar betragen hat, und prognostizierte, dass er Ende des Jahres 2015 sieben Milliarden Dollar erreichen wird.

"Wir können stolz sein, dass auf jeden Einwohner Weißrusslands mehr Arten von Landwirtschaftserzeugnissen als auf die Menschen in allen anderen GUS-Mitgliedsstaaten entfallen. Was die Fleischproduktion betrifft, so hat Weißrussland das gleiche Ergebnis wie Deutschland erzielt, und bei der Milchproduktion haben wir die in den hoch entwickelten Ländern Europas erzielten Werte um etwa das Doppelte übertroffen".

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